Am Samstag, dem 6. Juni 2026, hielt Joëlle Kieffer einen informativen Vortrag zum Thema: Alltagsaktivitäten nach einem Schlaganfall.
Zu Beginn erläuterte sie die verschiedenen Formen des Schlaganfalls.
Ein besonderer Schwerpunkt des Vortrags lag auf der Rolle der Ergotherapie in der Rehabilitation. Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist es, die größtmögliche Selbstständigkeit der betroffenen Personen wiederherzustellen, verlorene Fähigkeiten neu zu erlernen und vorhandene Ressourcen zu fördern. Dabei werden sowohl motorische als auch kognitive Funktionen berücksichtigt.
Joëlle erklärte außerdem die verschiedenen Phasen der Rehabilitation. Neben der spontanen Erholung des Gehirns in den ersten Monaten nach dem Schlaganfall spielt die funktionelle Wiederherstellung durch gezieltes Training eine zentrale Rolle. Wiederholungen von Alltagsaktivitäten, sensorische Erfahrungen und eine anregende Umgebung fördern die sogenannte Neuroplastizität des Gehirns und unterstützen den Genesungsprozess.
Anhand konkreter Beispiele zeigte sie auf, wie Ergotherapeuten alltägliche Aktivitäten analysieren und gemeinsam mit den Betroffenen Strategien entwickeln, um den Alltag möglichst selbstständig zu bewältigen. Dazu gehören persönliche Aktivitäten des täglichen Lebens, hauswirtschaftliche Tätigkeiten sowie die Beratung zu technischen Hilfsmitteln.
Abschließend ging sie auf die soziale und berufliche Wiedereingliederung ein. Anpassungen der Wohnsituation, die Versorgung mit geeigneten Hilfsmitteln sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen medizinischen, therapeutischen und sozialen Diensten können wesentlich dazu beitragen, die Lebensqualität nach einem Schlaganfall nachhaltig zu verbessern.
Der Vortrag verdeutlichte, wie wichtig eine ganzheitliche ergotherapeutische Begleitung für die Rehabilitation und die Rückkehr in ein möglichst selbstbestimmtes Leben ist.
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